{"id":1563,"date":"2019-02-14T00:24:39","date_gmt":"2019-02-13T22:24:39","guid":{"rendered":"http:\/\/fkrwt.de\/cms\/?page_id=1563"},"modified":"2019-02-14T00:24:39","modified_gmt":"2019-02-13T22:24:39","slug":"transitionen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/fkrwt.de\/cms\/die-kita\/transitionen\/","title":{"rendered":"Transitionen"},"content":{"rendered":"<p>Transitionen (auch \u00dcberg\u00e4nge genannt) sind \u201ekomplexe, ineinander \u00fcbergehende und sich \u00fcberblendende Wandlungsprozesse\u201c, die \u201ebedeutsame Ver\u00e4nderungen f\u00fcr das Individuum mit sich [bringen], die in soziale Prozesse eingebettet sind und mit konzentrierten Lernprozessen bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen\u201c (Griebel\/Niesel 2004, 26).<\/p>\n<p>Solche Transitionen sind beispielsweise die Geburt eines Kindes, der \u00dcbergang in die Kita, der \u00dcbergang von der Kita in die Schule, Umz\u00fcge, eine Heirat, der Eintritt ins Berufsleben und vieles mehr. Eine Transition ist kein einzelnes Ereignis, sondern ein Prozess. Die Transition ist nicht der Tag, an dem ein Kind auf die Welt kommt. Schon lange davor, w\u00e4hrend der Schwangerschaft, durchleben Eltern und Geschwister Ver\u00e4nderungen, die sie bew\u00e4ltigen m\u00fcssen. Die Transition endet auch nicht an dem Tag der Geburt. Noch lange danach muss sich mit den Ver\u00e4nderungen auseinander gesetzt werden.<\/p>\n<p>Charakteristisch ist zudem, dass Personen (die Akteure) diesen Prozess erstmalig und einmalig erlebt. Sie werden dabei von sogenannten Moderatoren begleitet. Ein Kind kommt z. B. nur einmal in die Kita. Die Erzieherinnen (die Moderatoren) erleben dies j\u00e4hrlich wieder. F\u00fcr die Eltern und Kinder ist dies jedoch neu, sie m\u00fcssen viel verarbeiten und lernen. Die Erzieherinnen begleiten Eltern und Kinder dabei. Die Eltern haben dabei jedoch eine doppelte Rolle, sie m\u00fcssen zudem noch ihr Kind begleiten. Die Erfahrungen, die man w\u00e4hrend einer Transition sammelt, werden auf sp\u00e4tere Transitionen \u00fcbertragen. Eine erfolgreich bew\u00e4ltigte Transition hilft im sp\u00e4teren Leben, andere Transitionen \u00e4hnlich erfolgreich zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Ein Akteur muss w\u00e4hrend eines Transitionsprozesses <strong>Ver\u00e4nderungen auf verschiedenen Ebenen<\/strong> (individuelle, interaktive, kontextuelle Ebene) bew\u00e4ltigen. Ver\u00e4nderungen auf der <em>individuellen Ebene<\/em> sind unter anderem: Ver\u00e4nderung der Identit\u00e4t, starke Emotionen bew\u00e4ltigen, Kompetenzerwerb. Ver\u00e4nderungen auf der <em>interaktiven Ebene<\/em> sind unter anderem: Ver\u00e4nderung von bestehenden und Aufbau von neuen Beziehungen, Rollenzuwachs. Ver\u00e4nderungen auf der <em>kontextuellen Ebene<\/em> sind unter anderem: Integration verschiedener Lebensbereiche, Gew\u00f6hnen an neue R\u00e4umlichkeiten und Zeitabl\u00e4ufe, evtl. weitere famili\u00e4re Transitionen. Ein \u00dcbergangsprozess ist gelungen, wenn sich der Akteur wohl f\u00fchlt, gestellte Anforderungen bew\u00e4ltigen kann, das Bildungsangebot optimal f\u00fcr sich nutzt und sich emotional, psychisch, intellektuell angemessen pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Eine Transition (ein \u00dcbergang) bedarf einer sorgf\u00e4ltigen organisatorischen und fachlichen Vorbereitung und Durchf\u00fchrung, um nachteilige Folgen der kindlichen Entwicklung und Bindung, sowie des kindlichen Wohlbefindens zu vermeiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Transitionen (auch \u00dcberg\u00e4nge genannt) sind \u201ekomplexe, ineinander \u00fcbergehende und sich \u00fcberblendende Wandlungsprozesse\u201c, die \u201ebedeutsame Ver\u00e4nderungen f\u00fcr das Individuum mit sich [bringen], die in soziale Prozesse eingebettet sind und mit konzentrierten Lernprozessen bew\u00e4ltigt werden m\u00fcssen\u201c (Griebel\/Niesel 2004, 26). 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